Zombieindustrialismus: Corona oder die Verwahrlosung der Vernunft

Ein Mann sitzt auf einer Verkehrsinsel und denkt nach

Bild: sïanaïs / photocase.de

Die Corona-Pandemie ist eine Naturkatastrophe, aber sie ist zugleich weit mehr als das. In ihr spiegeln sich die Stärken und Schwächen der Gegenwartsgesellschaften. Sie erinnert die Menschen daran, dass sie Naturwesen sind und der Naturbeziehung verhaftet bleiben. Einerseits konnten sie ihre Spielräume in der Natur mittels Wissenschaft und Technik erheblich erweitern, andererseits steigerten sie gerade dadurch jene Naturvergessenheit, die der blinde Fleck in der Weltwahrnehmung des überkommenen, aber längst global hegemonialen Industrialismus ist. Corona offenbart eine regelrechte Verwahrlosung der Vernunft und untergräbt das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Staaten und Regierungen.


 

Reinhard Olschanski

 

Nietzsche und die Kolonisierung der Moral -

 

Wie ist ein kritischer Ressentimentbegriff möglich?

 

 

Ressentiment ist eine Hauptvokabel der Zeit. Ressentimentgefühle prägen die soziale Befindlichkeit. Sie sind in sozialen Debatten allgegenwärtig und manifestieren sich in Verschwörungsmythen oder populistischen Feindausdeutungen. Doch um was für Gefühle handelt es sich genauer? Wie verhalten sie sich zu einem Fühlen, das unmittelbar auf moralische Verletzungen reagiert? Und wie muss ein Ressentimentbegriff beschaffen sein, der Ressentiment nicht bloß konstatieren, affirmieren oder denunzieren, sondern kritisch einordnen will? Im Weiteren wird Ressentiment als paramoralischer Affekt gedeutet. Es gleicht dem moralischen Fühlen und verbindet sich mit ihm. Im Grenzfall kolonisiert er das moralische Fühlen. Ein Blick in die Geschichte des Ressentimentbegriffs und eine Auseinandersetzung mit Nietzsche legen die Basis für eine nähere Bestimmung des Verhältnisses von Moral und Ressentiment. Dabei zeigt sich: Ressentiment ist nicht das genealogische Wesen von, sondern eine besondere Herausforderung für Moral.



After Industrialism: Reviving Nature in the 21st Century

 

(dt. Industrialismus als Weltanschauung)

 

von Reinhard Olschanski

 

Ecologism as a school of thought emerges as a critique of industrialism, the ideology that binds liberalism, conservativism, and socialism. It develops these three dominant political traditions by recognising nature as the basis for the human’s existence and development. Two decades into a 21st century already defined by the crisis of the human in nature, the ecologisation of human society is an urgent imperative.


Populismus: ein Zwei-Komponenten-Sprengstoff

 

von Reinhard Olschanski

 

Der Popu­lis­mus gibt Rätsel auf: Unter den Unter­stüt­zern von AfD, FPÖ oder Ras­sem­ble­ment Natio­nal sind auch Wohl­ha­bende, Erfolg­rei­che und Zuver­sicht­li­che. Ver­lust­ängste allein taugen als Erklä­rung nicht. In seiner Skizze einer Popu­lis­mus­theo­rie rückt der Phi­lo­soph Rein­hard Olschan­ski ein wei­te­res Element in den Fokus: die Lust am popu­lis­ti­schen Spek­ta­kel.


 

40 Jahre Grüne - Zeitgeistphänomen oder Jahrhundertprojekt?

 

von Reinhard Olschanski

 

Was hat die Grünen hervorgebracht? Der Philosoph und Politologe Reinhard Olschanski blickt zurück, gratuliert und konstatiert: Das ökologische Paradigma war das entscheidende, aufregend Neue. Doch im Verlauf von 40 Jahren Grüne und 30 Jahren Bündnis 90 ist eine thematisch breit aufgestellte Kraft entstanden, die die Fundamentaliiberalisierung der Bundesrepublik vorantrieb - und für sich zu nutzen wusste.


GrGreen Space in the History of Political Ideas

Green Space in the History of Political Ideas 

 

by Reinhard Olschanski

inhard Olschanski

Liberalism, conservatism and socialism have long been seen as the dominant political paradigms of modernity. But these centuries-old frameworks are no longer unchallenged. Environmentalism, in the broad sense, draws from all three and yet offers a distinct, universal political outlook that responds to fundamental problems of (post-)industrial society.


UN ESPACE POUR LÉCOLOGIE DANS LHISTOIRE DES IDÉES POLITIQUES

ESPACE POUR L’ÉCOLOGIE DANS L’HISTOIRE DES IDÉES POLITIQUES

 

de Reinhard OlschanskiRe

 

Longtemps, les trois grands courants que sont le libéralisme, le conservatisme et le socialisme ont défini les attitudes politiques du grand public, des intellectuels et des institutions universitaires. Les développements survenant à travers le monde confirment cependant qu’un autre système d’idées les a rejoints. Les Verts incarnent la quatrième idée politique de la modernité, l’écologie, qui englobe au sens large l’écologisme en tant que mouvement politique et en tant qu’idée. UN ESPACE POUR L

ÉCOLOGIE DANS LHISTOIRE DES IDÉES POLITIQUES


 

Aktuelles Buch: Der Wille zum Feind. Über populistische Rhetorik

 

Reinhard Olschanski untersucht den Populismus dort, wo er ganz bei sich ist – in der populistischen Rede. Hier entsteht eine besondere rhetorische Verbindung zwischen Redner, Publikum und Redegegenstand, in der es nicht um Problemlösung und sachliche Erörterung geht. Der populistische Redner meint es vielmehr persönlich!

 

Stimmen zum Buch:

 

"Klar argumentierend, ein intellektuelles Lesevergnügen" (Jochen Dudeck in "ekz")

 

"Olschanski beschreibt das populistische Reden phänomenologisch eindrucksvoll" (Hans Hütt im "Freitag")

 

"Der Autor ist gründlich, ruft Philosophen wie Aristoteles und Heidegger auf den Plan. Die Ausrufung von "Feinden" ... will entdeckt werden." (Wolfgang Schreiber in der "Süddeutschen Zeitung")

 

"Hochaktuelles Buch" (Wolfgang Taus in der "Wiener Zeitung")

 

"Ein starkes Stück intellektueller Aufarbeitung" (Norbert Copray in "Publik-Forum")

 

"Reinhard Olschanskis Buch ist ein überfälliger Warnruf und Weckruf, der politische Relevanz und rhetorische Fachanalyse sehr gewinnbringend zu kombinieren weiß. Dabei ist eines eindeutig: Das zentrale Anliegen des Buches ist die Verteidigung der demokratischen Kultur" (Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags) 

 


 

Mehr Spaß beim Hass

 

Die AfD versucht sich in der Inszenierung eines fröhlichen Populismus

 

Eine Analyse von Reinhard Olschanski

 

Die AfD sucht nach einer Zweitsprache. Nicht die verkniffenen Mienen älterer Männer sollen das Image der Partei prägen, sondern coole Jugendlichkeit und ein lässiger, zeitgemäß aufgepoppter Populismus. Menschenverachtung mit Augenzwinkern – das soll Teil der neuen AfD-Anmutung werden.